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Die demografischen Auswirkungen auf Pflege und Betreuung

Ein erhöhter Pflegebedarf gepaart mit dem Wunsch nach Individualisierung und einem allgemeinen Arbeitskräftemangel in der Gesundheitsbranche brauen sich zu einem perfekten Sturm zusammen.

Mangel an Arbeitskräften

Sowohl die Zunahme der Zahl der Menschen, die in den Ruhestand gehen, als auch die Verlangsamung des Eintritts junger Menschen in das Erwerbsleben tragen dazu bei.

Individualisierung

Die Anpassung des Dienstleistungsangebots an die individuelle Nachfrage kann die bestehenden Systeme entlasten.

Steigende Kosten

Durch die alternde Bevölkerung ist ein allgemeiner Anstieg der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zu erwarten, was zu zusätzlichen Kosten führt.

Der Pflege- und Betreuungssektor steht vor grossen Herausforderungen, spielt aber eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung. Mit der weltweiten Verschiebung hin zu einer älteren Bevölkerung verschärft sich die Belastung für diesen Sektor. Die Babyboomer, die in den Ruhestand gehen, während weniger junge Menschen ins Berufsleben eintreten, verschärfen das Problem weiter.

MANGEL AN ARBEITSKRÄFTEN

Fachkräfte in der Altenpflege
Es gibt ein grosses Problem in diesem Sektor. Viele Pflege- und Betreuungsexperten werden alt. Gleichzeitig gibt es nicht genügend junge Fachkräfte.

Workforce Longevity hilft erfahrenen Fachkräften, länger zu arbeiten, neue Mitarbeiter zu betreuen und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Um den Wissenstransfer aufrechtzuerhalten, müssen Unternehmen diese Herausforderung proaktiv angehen.

Fluktuation am Arbeitsplatz
Der mit der Pflegearbeit verbundene Stress, sowohl physisch als auch emotional, kann zu Ermüdung führen. Programme für Gesundheit und Wohlbefinden können dazu beitragen, Burnout zu reduzieren und durch die Schaffung eines positiven Umfelds eine widerstandsfähige Belegschaft zu fördern.

Ungleichheiten bei den Arbeitskräften
In vielen Ländern fehlt es an erfahrenen Fachkräften im Gesundheitswesen, weil diese in wohlhabendere Länder oder in andere Berufe abwandern. Diese Abwanderung verschärft das Problem des Fachkräftemangels. Diversity, Inclusion, Equity and Belonging (DIEB) kann Fachkräfte dazu ermutigen, in unterversorgten Gebieten zu arbeiten und so für mehr Gleichberechtigung in der Gesundheitsversorgung zu sorgen. Das Angebot eines integrativen und positiven Arbeitsumfelds kann Organisationen bei der Rekrutierung enorm helfen. Die Organisationen müssen jetzt proaktive Schritte unternehmen, um einen Arbeitskräftemangel zu verhindern.

INDIVIDUALISIERUNG

Einheitsgrösse passt nicht für alle
Es ist wichtig, die unterschiedlichen Bedürfnisse, Geschichten und Vorlieben jedes Einzelnen zu erkennen. Die Implementierung von Workforce Analytics kann Fachleuten dabei helfen, die individuellen Bedürfnisse besser zu verstehen und vorherzusagen und so individuelle Lösungen anzubieten.

Altersfreundliche Städte und Arbeitsplätze können eine weitere Triebfeder für die Bereitstellung personalisierter Dienstleistungen für die alternde Bevölkerung sein.

Technologische Hilfe
Das Potenzial der Technologie zur Schaffung personalisierter Hilfe ist immens. AgeTech-Lösungen (Workforce and Technology) können fortschrittliche Tools nahtlos integrieren. Sie stellen sicher, dass sich die Paradigmen der Mitarbeiter mit dem technologischen Fortschritt weiterentwickeln und legen gleichzeitig Wert auf die Schulung der Mitarbeiter.

STEIGENDE KOSTEN

Ressourcenknappheit
Mit der zunehmenden Nachfrage nach personalisierter Pflege steigt auch der Bedarf an Ressourcen, von Spezialgeräten bis hin zu qualifiziertem Personal. Organisationen können die Ressourcenzuweisung mit Hilfe von Strategien für das operationelle Risiko optimieren und so sicherstellen, dass die Qualität nicht durch Einschränkungen beeinträchtigt wird. Ein enormes, ungenutztes Potenzial besteht darin, die Mitarbeiter länger zu binden und Frühpensionierungen zu verhindern. Dies erfordert geeignete strategische Initiativen zur Stärkung der alternden Belegschaft.

Finanzielle Belastungen für Familien
Das Verständnis der finanziellen Komplexität von hochwertiger Pflege und Betreuung kann für Familien überwältigend sein. Eine nicht-finanzielle Vorbereitung auf den Ruhestand kann Einzelpersonen und Familien umfassendere Optionen bieten. Durch das Hinauszögern eines eventuellen Pflege- und Betreuungsbedarfs wird sichergestellt, dass die Qualität der Pflege nicht durch finanzielle Zwänge bestimmt wird.

Staatlicher und institutioneller Druck

Staatlich finanzierte Pflegesysteme haben Schwierigkeiten, begrenzte Mittel mit dem Ziel einer qualitativ hochwertigen Pflege in Einklang zu bringen. Dies gilt insbesondere, wenn die Bevölkerung altert.
CSR- und ESG-Massnahmen können die Zusammenarbeit fördern. Sie begünstigen Partnerschaften zwischen Regierungen und privaten Einrichtungen. Diese Partnerschaften zielen auf die Finanzierung und Innovation im Pflegesektor ab.

Die Herausforderungen, vor denen der Pflege- und Betreuungssektor steht, sind unbestreitbar. Um diese Hindernisse zu überwinden, ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Befähigung der Arbeitskräfte, individuelle Strategien und innovative präventive Pflege umfasst, von grösster Bedeutung. In dem Masse, wie sich die Gesellschaft verändert, muss sichergestellt werden, dass der Pflege- und Betreuungssektor sich anpassen kann und stark bleibt.